Das antikapitalistische Archiv

3. Juni 2006

Atonaler Elektro

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Ich hab in letzter Zeit, etwas angenervt von der ständigen Bastelei an harmonischen Elektrostücken, mal das glatte Gegenteil probiert: 2 ziemlich coole Stücke, die auf 12-Tonreihen basieren und zugleich Elemente des üblichen Elektropop integrieren. Aber ich will nicht zu viel drumherumlabern, hört sie euch einfach an.
Der Link zum Download:

http://rapidshare.de/files/22119083/atonalelektro.rar.html

P.S: Würde mich freuen, ein bisschen Feedback zu den Stücken erhalten, schließlich will ich wissen, ob es sich lohnt, in dieser Richtung weiterzuarbeiten (eine weitere 12-Tonreihe hab ich schon ausgearbeitet (-; )

3 Kommentare

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  1. zu dodekablues: so wird das nichts. mir ist auch nicht so ganz klar, was du unter atonal verstehst. atonal ist schon insofern quatsch, als das sich die sounds der synthlinie sehr wohl, und zwar ziemlich genau, einer tonhöhe zuordnen lassen. also nichts mit atonal.
    mir scheint aber klar zu sein, wohin die reise gehen soll.
    ich würde es mal mit halbverminderten akkorden als (un)harmonische basis versuchen, die aus akkordbrechungen verminderter/halbverminderter skalen rsultieren. da bleibt immer noch genug platz um outside der chords zu sein.
    oder du könntest auch mal probieren „übliche“ chords wie dur/moll mit kleiner sept als basis zu nehmen und skalenmäßig die akkordtöne zu umspielen z.b: chord C-Eb-Gb-Bb ; scale: c-c#-d#-e-f#-g-a-a#-c.
    der trick dabei ist, eben nicht nur willkürlich atonal sein zu wollen, sondern das wechselspiel aus spannung und auflösung.
    poste doch mal deine 12 tonreihe. mir ist nämlich nicht klar, wie man da verschiedene ausarbeiten kann. denn 12töne sind 12töne. mehr gibt´s nicht. es sei denn du siehst, na meinetwegen 12 töne von d bis d gespielt als etwas ganz grundsätzlich anderes an als 12 töne gespielt von f bis f, zum beispiel.

    Comment von ferdo — 13. Juni 2006 @ 12:57

  2. ganz lustig ;) womit hast du das gebastelt?

    Comment von ... — 29. Juni 2006 @ 23:34

  3. Danke für eure Kommentare.
    Zum ersten: danke für deine Anregungen, wenn ich am Klavier sitze verwende ich schon ähnliche Techniken, die ja im Grunde auch der Bluesharmonik zu Grunde liegen.
    Dass der Dodekablues nicht „rein“ atonal ist, ist mir natürlich klar, ich habe bewusst klassische Bluestöne mit einer 12tonreihe kombiniert, um einfach mal zu schauen, wie das klingt. Unter 12tonreihe verstehe ich halt das, was z.B. Schöneberg und Berg als Kompositionsgrundlage verwendet haben: alle 12 Töne der chromatischen Tonreihe dürfen nur einmal auftauchen. Zusätzlich lässt sich das Material durch Umkehrungen, Transponierungen und Krebse der ersten Reihe ins unermessliche steigern (wenn ich dann noch Bluesharmonien und Rhytmen hinzunehme ist das dann schon ein gigantisches Material, über das ich verfügen kann).
    Die Reihe, die ich für den „Dodekablues“ verwendet habe ist folgende:
    b,e, g, c, a, fis, d, gis, h, f, es, cis,

    hinzu kommt noch der Krebs, also das ganze rückwärts gespielt, die Umkehrung, also das ganze mit umgedrehten Intervallen, und dann noch die Krebsumkehrung.
    Das ganze habe ich nur mit Fruityloops gemacht, das ist echt ein Spitzenprogramm, mit dem man total viel machen kann. Ich hab keine einzige Note eingespielt, was auch ziemlich schwierig gewesen wäre, sondern einfach alle Tonreihen in den Computer eingegeben.

    Comment von Administrator — 30. Juni 2006 @ 22:59

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