Das antikapitalistische Archiv

26. Januar 2008

Versuch einer Kritik der „Frankfurter Schule“

Wie im Kommentarteil des letzten Posts versprochen, will ich im Folgenden ernsthaft versuchen, mal zu sammeln, warum ich die „Frankfurter Schule“, und das ist für mich v.a. Adorno nicht mehr für „das gelbe vom Ei“ halte. Also soetwas wie eine Kritik zu üben.

Vorneweg: Ich habe nicht vor, eine umfassende Kritik an Adornos Theorien zu üben – dies traue ich mich garnicht zu – sondern es geht eher um einige wunde Punkte, die mir im Laufe meiner Beschäftigung mit Adorno immer wieder aufgefallen sind. Es geht mir also nicht darum, zubeweisen, dass Adornos Theorien „falsch“ wären. Das will nicht schlichtweg deshalb nicht, weil ich, im Gegenteil, die Mehrheit dieser Theorien nach wie vor für richtig halte. Doch eben mit einem bzw. mehreren „Aber“. (more…)

27. Oktober 2007

Die Kritik der Religion im Zeitalter religiöser Toleranz

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Wie angekündigt, stelle ich hier das Manuskript meines gestrigen Vortrags als pdf zum Download. Auch, wer nicht in dem Vortrag anwesend war und sich über eine marxistisch fundierte Kritik der Religion interessiert, kann es sich gerne herunterladen und mir per Mail oder Comment auf diesem Blog seine Meinung dazu schreiben.
Und für alle, die überhaupt nichts vom Vortrag wissen, weil sie nicht in der Stadt, in der ich lebe, wohnen, hier nochmal der von mir verfasste Ankündigungstext:

Wer heute noch wirkliche Kritik an der Religion übt, wird bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls als intolerant diffamiert, da Religion ja Privatsache sei und man niemands Gefühle verletzten dürfe. Kritik an der Religion scheint höchstens noch an ihren extremen, fundamentalistischen Formen berechtigt, wobei selbst diese noch in alltoleranter, „postmoderner“ Manier als notwendiges Übel zu ertragen seien, solange sie sich an die demokratischen Spielregeln des Staates halten. So wird der Bundesrepublik Deutschland von US-amerikanischen „Menschenrechtlern“ vorgeworfen, mit ihrer mit Sanktionen gekoppelten Kontrolle der Sekte Scientology das Recht des Menschen auf Glaubensfreiheit zu verletzen, während sich deutsche Linke gerne über die angeblich islamfeindliche Politik der US-Regierung echauffieren. Alles in allem also keine guten Aussichten für die, die Religion als affirmative Ideologie an sich ablehnen und diese Ablehnung noch dazu nicht nur als persönliche Meinung, sondern als wohlbegründeten Gedankengang mit allgemeingültigem Wahrheitsanspruch verkaufen wollen. Haben diese Leute Recht? Lässt sich die moderne, sich als tolerant und menschenfreundlich präsentierende, Religion überhaupt noch so kritisieren, wie es z.B. Ludwig Feuerbach in seiner Schrift „Über das Wesen des Christentums“ im 19. Jahrhundert tat? Diese und viele weitere Fragen, die die Funktionsweise religiöser Ideologien in der und für die bürgerliche Gesellschaft betreffen, werden in dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu klären versucht werden.


Viel Vegnügen beim Lesen wünscht euch,

antikapl.

Hier klicken zum Download.

27. August 2007

Es war einmal im Spiegel…

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Singen bringt Menschen Überlebensvorteil

Die menschliche Stimme kann viel mehr, als zum Sprechen nötig ist. Forscher schließen daraus: Gesang ist evolutionär älter – und brachte den frühen Menschen einen Selektionsvorteil bei Paarung ebenso wie beim Kinderhüten. Hilfreich ist dieses Erbe noch heute.

Singen ist für die Menschheit nicht etwa ein bloßer Zeitvertreib. Vielmehr war Musik ihrer Ansicht nach für die frühen Menschen ein Vorteil beim Kampf ums Überleben, so glauben Forscher. Man mag es kaum für möglich halten, wenn man die schaurigen Gesangsversuche mancher Mitmenschen im Ohr hat: Gesang als einer der evolutionären Faktoren, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind.

Wie wichtig Musik für die Menschheit ist, zeigt schon die Tatsache, dass es sie überhaupt gibt. „Was keinen Nutzen bringt, wird im Laufe der Evolution gnadenlos ausgemerzt“, sagte der Musikwissenschaftler Eckart Altenmüller zu der Zeitschrift „bild der wissenschaft“. Doch was ist es, das die Menschen schon in der Jungsteinzeit dazu brachte, auf Knochenflöten harmonische Töne zu erzeugen und – wahrscheinlich sogar noch früher – ihren Stimmbändern Melodien zu entlocken?

Denn singen konnten nach Ansicht vieler Forscher die Vorfahren von Homo sapiens schon, bevor sie sprechen konnten. Sonst ließe sich nicht erklären, dass die menschliche Stimme viel mehr kann, als beim Sprechen nötig ist. So ist sie in der Lage, Töne zu erzeugen, die drei Oktaven abdecken – obwohl für die Sprache lediglich eine Quinte, also etwas mehr als die Hälfte einer Oktave, ausreichen würde. Auch die Fähigkeit, Töne lange zu halten, ist beim Sprechen nicht gefragt.

Und auch die Wahrnehmung von Musik scheint biologisch vorgesehen zu sein: So müssen kleine Kinder beispielsweise nicht erst lernen, welche Klänge harmonisch sind und welche nicht, sie wissen es instinktiv. Außerdem erfassen sie die musikalischen Anteile von Sprache früher als ihre Bedeutung. „Was die Mutter oder der Vater sagt, nehmen Babys zunächst als melodischen Lautstrom wahr“, erklärt Altenmüller. Das spiegelt sich auch im Gehirn wider, denn dort werden Sprache und Musik von den gleichen Hirnregionen bearbeitet.

Von Höhlen-Werben zu kreischen Fans

Welchen Vorteil die Musik den frühen Menschen – genauer gesagt den Männern – brachte, kann man heute noch erahnen – dann nämlich, wenn man sich die kreischenden Fans von Tokio Hotel oder Robbie Williams anschaut: Musiker sind für Frauen extrem attraktiv und waren es wahrscheinlich schon in der Steinzeit.

In den Zeiten, in denen es ums nackte Überleben ging, zeigte der Gesang den Frauen etwas anderes: „Seht her! Ich bin so stark und gesund, dass mir selbst diese widrigen Bedingungen nichts ausmachen und ich noch Kraft genug habe, um so sinnlose Dinge zu tun wie zu singen.“ Gleichzeitig, spekulieren Forscher, demonstrierten sie ihre Kreativität und damit auch ihre geistigen Fähigkeiten. Singende Männer hatten also alles, was sich eine Frau nur wünschen konnte – und waren daher begehrte Partner.

Für die Frauen hatte das Singen wahrscheinlich eine vollkommen andere Funktion, glauben viele Wissenschaftler: Es diente der Kommunikation mit ihren Kindern. „Wenn Mütter mit ihren Babys reden, ist die Stimme höher, erstreckt sich insgesamt über einen größeren Frequenzbereich. Das Tempo ist langsamer, und die Sprachmelodie wird übertrieben. All das macht man beim Singen auch“, sagt Altenmüller. Besonders wichtig war diese Kommunikation, wenn die Frauen ihren Nachwuchs beruhigen mussten, ohne ihn berühren zu können.

Singen ist Beruhigung ohne Berührung

Das funktioniert tatsächlich, konnte die kanadische Psychologin Sandra Trehub zeigen: Wenn Babys etwas vorgesungen bekommen, sinkt ihr Stresshormonspiegel und dieser bleibt zudem deutlich länger auf niedrigem Niveau, als wenn die Mütter lediglich reden. Zunutze machen sich das Eltern auf der ganzen Welt, indem sie ihren Kindern Wiegenlieder vorsingen – die laut „bild der wissenschaft“ interessanterweise überall ähnlich klingen und demnach wahrscheinlich schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit entstanden.

Noch wesentlicher für den evolutionären Erfolg von Musik könnte allerdings eine andere Eigenschaft gewesen sein: „Musik ist immer etwas Gemeinschaftliches, und gemeinschaftliche Aktivitäten stärken den Zusammenhalt einer Gruppe“, sagt Altenmüller. Singen beispielsweise sorge dafür, dass sich Menschen „emotional synchronisieren“ – eine unverzichtbare Voraussetzung für gemeinsames Handeln, das wiederum unabdingbar für das Überleben in schweren Zeiten war.

Damit das nicht in Vergessenheit geriet, hat die Natur zusätzlich noch für einen besonderen Kick gesorgt: Musik stimuliert das Belohnungszentrum und löst dadurch Glücksgefühle aus, ähnlich wie Essen oder Sex. Das beruhigt, bringt die Emotionen ins Gleichgewicht und tut zusätzlich noch dem Körper gut. Das Fazit des Musikwissenschaftlers lautet daher: „Der Körper verschafft uns durch die Aktivierung des Belohnungssytems einen Anreiz, uns wichtige Dinge zu besorgen – Musik ist demnach wichtig.“

Quelle

Die Autoren dieses Spiegels haben anscheinend in der Schule in Musik nicht aufgepasst, sonst hätten sie sich mal mit mittelalterlicher Musik beschäftigt und festgstellt, dass die Behauptung, es gäbe ahistorische, in den Genen verankerte Urharmonien, ganz empirisch gesehen völliger Blödsinn ist. Das Harmonieempfinden eines Menschen wird von dem, was er gewohnt ist zu hören, und nicht von seinen Erbanlagen bestimmt. Witzig ist auch die Musik von außereuropäischen Kulturen, z.B. der indonesischen, die auf einem fundamental anderem Tonsystem als dem unseren basieren und in unseren Ohren nur noch wie irgendwelches Gedudel ohne harmonischen Zusammenhang klingt.
Der Verdacht drängt sich auf, dass die Herren Neurobiologen in ihrer unermütlichen Suche nach ewigen, unvergänglichen Ideen nichts anderes als Metaphysik betreiben, die ja seit Platon auch immer davon ausging, dass es apriorische, vorgeburtliche Ideen im Menschen gibt, auf die seine Erkenntnis der Welt basiert. So findet alles seine würdige Fortsetzung…

17. Juni 2006

Adorno – Eine Rezension

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Das Titelbild der Biographie, ein Porträtphoto Adornos.

So, ich habe jetzt eine Rezension zu dieser wirklich überragenden Biographie fertiggestellt, die ihr hier lesen könnt. Sie beinhaltet die meiner Meinung nach wichtigsten Besonderheiten und Vorzüge dieser Biographie, die sie vor anderen sicherlich besitzt, und dazu noch ein paar Informationen über Adorno selbst, die ich wissenswert fand.

1. Mai 2006

Zu Kritik am Zenbuddhismus

Dr. Kollosos hinterließ zu diesem Artikel über Zenbuddhismus folgendes Kommentar:

Ohne sich jemals eingehend und fundiert mit Buddhismus beschäftigt zu haben, erlaube ich mir jetzt trotzdem eine kleine kritik zu üben: Soweit ich weiß ist eine der Prämissen des Buddhismus, dass leben leiden sei! Ausgehend hiervon, bauen Buddhisten ihr gesamtes Religionsgebäude auf, welches darin kulminiert, den Kreislauf des Lebens zu durchbrechen! (ich hoffe das stimmt zumindest teilweise) Hier setzt nun meine Kritik an: Ist es nicht gerade eine solche dieseitsverneinung, die einen zutiefst passiven Kern trägt, der jegliche eigenmächtige Umgestaltung des Hier und Jetzt ideologisch angreift! Wäre es nicht sinnvoller, wenn schon von der Leben-ist-leiden-prämisse ausgegangen wird, sich einen Nietzsche zum Vorbild nehmen, der dagegen sagt: Ja, lebt!
Ach übrigens: Ist nicht das an worten klammern richtig? Sich Begrifflichkeiten auszuarbeiten um vernünftig der Welt näher zu kommen, was ist schlecht daran!?


Mein „Gegenkommentar“ zu diesem Kommentar werde ich auch dazu nutzen, um für mich eine aktualisierte Version meiner Position zum Zenbuddhismus zu artikulieren, was sicher Not tut. Schließlich ist es unmöglich, einer mehr als 2000 Jahre alten Philosophie noch heute unbedingte Gültigkeit zuzuprechen, was ja auch, Selbstverständnis der deutschen buddhistischen Union (DBU) hin oder her, weder hier im Westen noch in Asien von BuddhistInnen gemacht wird, weil niemand weder in der Lage noch willens ist, zu Gunsten eines strengbuddhistischen Lebens die kapitalistische Totalität zu durchbrechen.
Ich meine, das gerade für den Zenbuddhismus schon spricht, das er, auf jeden Fall, wie er im Westen rezipiert wird, schon recht diesseitsbezogen ist. Es geht eigentlich nicht darum, auf eine bessere Wiedergeburt hinzuarbeiten sondern das Ziel ist schon, im Diesseits einen möglichst hohen Verwirklichungsgrad zu erreichen (inwiefern das orthodox ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt).
Auch, dass das Leben Leiden ist, ist ja, erst Recht in der kapitalistischen Realität, keine unbedingt falsche Aussage. Es ist doch blanker Hohn den von Herrschaftsverhätnissen unterdrückten Menschen zuzurufen „Ja, lebt!“, weil gerade diese Herrschaftsverhältnisse doch ein wirklich glücliches Leben gerade unmöglich machen. Zumindest müsste man von dieser „nietzianischen“ Perspektive aus schon eine Kritik entwicklen, bzw. würde einen das Festhalten am nietzianischen Ideal im Idealfall automatisch kritisch machen, wenn man feststellt, dass das Ausleben dieses Ideals in der jetzigen Realität völlig unmöglich ist (das kann ich aus meiner individuellen Erfahrung aus auch nur bestätigen).
Ich finde am Zenbuddhismus auch kritikabel, das er das Leiden individuell und nicht gesellschaftlich aufzuheben versucht. Es ist komplett falsch und antiemanzipatorisch, die Lösungen für gesellschaftliche Probleme zuerst bei sich selbst zu suchen. Das mag dem Einzelnen zwar teilweise helfen, mit der Gesellschaft temporär zurechtzukommen, hilft aber letztendlich nur, die gesellschaftlichen Zustände, die die Probleme des Einzelnen erst verursachen, immer wieder zu reproduzieren. Für diesen ständigen Reproduktionsvorgang finde ich die buddhistische Metapher vom „Kreislauf des Leidens“, der durchbrochen werde muss, sogar recht passend. Nur der Modus, wie dieser Durchbruch stattfinden soll, gefällt mir eben nicht.
Marx und Buddha ähneln sich meines Erachtens in vielen Punkten sogar. Beiden gings ja darum, die Ursachen für Leiden zu finden und daraus abzuleiten, wie eine Aufhebung des Leidens möglich ist. Und beide scheinen mir vor demselben Widerspruch zu stehen: beide halten das Leiden für durch einen bestimmten Mechanismus determiniert, und zwar in einer Art und Weise, der einen Ausbruch aus diesem Mechanismus im Grunde zu einem unlösbaren Paradox macht. Das meint: bei Buddha gehört Leiden zum Leben dazu und reproduziert sich als „Karma“ immer wieder. Trotzdem ist es im Leben möglich, sich von diesem Leiden zu befreien.
Bei Marx gehört Leiden zum Kapitalismus und ist nur lösbar, wenn sich die Menschen gegen den Kapitalismus auflehnen. Für den Materialisten Marx ist aber das Denken der Menschen stets geprägt von den gesellschaftlichen Strukturen, in denen sie leben („das Sein bestimmt das Bewusstsein“). Wieso sollten sich also Menschen, deren Denken von der kapitalistischen Struktur geprägt ist, gerade gegen diese auflehnen und zu einer gänzlich anderen Welt führen, nämlich zum Gegenteil des Bestehenden?

Zum letzten Absatz des Kommentars: du sagst ja schon selber, das sich Begrifflichkeiten der Realität nur annähern. Das Ziel der Aufklärung ist natürlich, das sich irgendwann die Begrifflichkeiten der Realität bis ins kleinste Detail annähern, aber die Frage ist hier natürlich, ob dieses Ziel nicht im höchsten Maße hybrid und totalitär ist, da es eine unbewiesene Prämisse ist, das die Welt tatsächlich auf so vernünftigen Gesetzmäßigkeiten beruht, wie die Wissenschaft behauptet. Oder anders gesagt: in gewisser Weise macht die Wissenschaft ja erst vernünftig, vorher war sie das nicht.
Okay, das war jetzt ein bisschen an „Dialektik der Aufklärung“ orientiert, aber trifft das Thema glaube ich schon: man muss sich einfach den irrationalen Kern des Daseins anerkennen und sich über den Grenzen der Vernunft im Klaren sein, die Begriffe also nicht mit der Realität verwechseln.

10. März 2006

Ein hoch auf die negative Dialektik!

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Der Ruf Adornos ist gegenwärtig anscheinend nicht allzu gut, schließlich sei die kritische Theorie ja für die bösen 68er und erst Recht den RAF-Terror verantwortlich, letzteres vorallem wegen ihrer pessimistischen Negativität.
Gerade wegen letzterem ist ein Blick in die weitverzweigte Welt jener Geistesströmung des 20.Jahrhunderts jedoch durchaus empfehlenswert: wer noch in teilweise antideutscher Manier manche Aspekte des Kapitalismus „immer besser als…“ fand, den wird bereits ein kurzer Blick in „Minima Moralia“ genügen, um seine Einschätzung zumindest ins Wanken zu bringen: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ heißt es da, immer wieder wird die kapitalistische Gesellschaft als „total“, schlichtweg als „die falsche“ bezeichnet. Diese grundlegende Gesellschaftskritik lässt sich nicht im Sinne einer affirmativen Geschichtsbetrachtung umdeuten, kein Wunder also, dass Adorno verrufen ist. Schließlich ein Vaterlandsverräter, genau wie Thomas Mann! (wobei bei letzterem die wenigsten „Vaterlandsverrat“ konstantieren würden)

Vaterlandsverräter hin oder her (als ob das etwas negatives wäre), Adorno erweiterte den Marxismus zu einem komplexen philosophischen Denkmodell und brachte ihn mit einer Kulturkritik in Einklang, die bis auf den heutigen Tag gültig ist, genauso wie seine Grundkritik der bürgerlichen Gesellschaft im allgemeinen.
Wo er irrte, etwas in Sachen Monopolkapitalismus und Faschistisierung der gesamten bürgerlichen Welt, hat er zwar Fehler begangen, die jedoch nicht grundlegend sind. Dass die Tendenz zum Monopol besteht ist ebenso eine Tatsache wie, dass in den Strukturen des bürgerlichen Staates der faschistische Staat stets hervorleuchtet: Verletzungen der Menschenrechte, die doch angeblich den Untschied zwischen Demokratie und Faschismus ausmachen, belegen das immer wieder.

Für Interessenten und auch zur kritischen Beurteilung habe ich hier die Ergebnisse meines Adornostudiums einmal in groben Zügen festgehalten.

13. Januar 2006

Es ist mal wieder so weit…

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…ich habe einen neuen, längeren Artikel für diesen Blog verfasst. Thema: der philosophisch-spirituelle Hintergrund der Matrix-Triologie aus mehreren Winkeln beleuchtet, um einmal Matrix II und III in einem andere n Licht als gewöhnlich aufzuzeigen.

Aber lest http://antikapl.blogsport.de/matrix-reloadedrevolution-eine-apologie/ selbst!




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